Traumatherapie: Verarbeitung belastender Erfahrungen

Sie möchten die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen und mit positiver Energie Ihr Leben meistern

Traumatische Ereignisse wie Unfälle, schwere Schicksalsschläge, Gewaltverbrechen oder Misshandlung können zu schweren seelischen Verletzungen führen und in eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) münden. Nach Schätzungen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité-Universitätsmedizin Berlin beträgt die Wahrscheinlichkeit, an PTBS zu erkranken, bei Frauen 10 bis 12 Prozent und bei Männern 5 bis 6 Prozent.


Traumatisierungen heilen und wieder positiv denken

Sie wundern sich, weshalb eine alte Geschichte Sie immer wieder aus der Bahn wirft und belastet? Viel mehr Menschen, als man vermutet, erleben in der Kindheit und Jugend ein Trauma, das nie verarbeitet wird. Nicht selten kommt die traumatische Erfahrung auch viele Jahre später noch in den unterschiedlichsten Situationen hoch und führt zu scheinbar unerklärlichen Reaktionen. Ähnliches erleben Sie vielleicht auch bei Ihrem Kind: Es ist plötzlich abweisend, hört nicht mehr auf Sie, verschanzt sich hinter geschlossenen Türen - Sie stehen vor einem Rätsel.

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Wann Traumatherapie hilfreich sein kann

Belastende Erfahrungen können sich auf unterschiedliche Weise zeigen – manchmal auch lange nach dem eigentlichen Ereignis. Dazu gehören etwa anhaltende innere Anspannung, starke emotionale Reaktionen ohne klaren Anlass, Schlafstörungen oder das Gefühl, nicht wirklich zur Ruhe zu kommen.

Traumatherapie kann unterstützen, wenn solche Erfahrungen den Alltag spürbar beeinträchtigen und Sie sich mehr Stabilität und innere Sicherheit wünschen.

Belastende Erlebnisse äußern sich unterschiedlich

Traumatische Erlebnisse können sich auf vielfältige Weise zeigen, z. B. als innere Unruhe, wiederkehrende Bilder, körperliche Symptome oder Stimmungsschwankungen. In der Traumatherapie geht es mir darum, Sie dort abzuholen, wo Sie stehen, und gemeinsam in Ihrem Tempo Wege zur Stabilisierung und Integration zu erarbeiten. Ihre Sicherheit und Selbstbestimmung stehen dabei im Mittelpunkt.

Trauma, Traumatisierung und posttraumatische Belastungsstörung

Unter einem Trauma versteht man ein Ereignis, das von jedem Menschen als extrem belastend oder katastrophal eingestuft werden würde. Der Betroffene erfährt eine oder mehrere Situationen, in denen er sich wehr- und hilflos fühlt. Anhand seiner bisherigen Erfahrungen glaubt er, das Trauma nicht bewältigen zu können.

Ein Trauma hinterlässt nicht nur negative Erinnerungen und seelische Verletzungen, sondern auch Narben im Gehirn, die das ganze Leben und Erleben beeinflussen. Misshandelte oder sexuell missbrauchte Kinder beispielsweise können bleibende Schäden in der Struktur und Funktion des Gehirns davontragen.

Fast jeder von uns hat schon ein mehr oder weniger schwerwiegendes traumatisches Erlebnis gehabt. Wie stark man das Ausmaß einer Traumatisierung empfindet, hängt vom Ereignis selbst, aber auch von der Belastungsgrenze jedes Einzelnen ab. 10 bis 12 Prozent aller Frauen und 5 bis 6 Prozent der Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens eine posttraumatische Belastungsstörung (kurz PTBS).

Traumatische Erfahrungen können sich später unter anderem in Ängsten, innerer Unruhe oder depressiven Zuständen zeigen.

Leben ohne Traumatisierungen

Das Trauma gehört zur Biografie. Wichtig ist, dass man damit leben kann. Wieder unbelastet mit Bildern, Orten, musikalischen Klängen und Erinnerungen umgehen können - das ist das Ziel einer Traumatherapie. Sich erinnern ja, leiden nein.

Traumatische Erfahrungen zeigen sich nicht nur in Träumen und Phantasien, sondern auch im Selbstbild und emotionalen Erleben. Wer unter einem Trauma leidet, möchte:

  • ein Muster durchbrechen

  • bei der nächsten Triggersituation nicht mehr Opfer und Gefangener seiner Vergangenheit sein

  • Mut spüren und selbstbewusst entgegensteuern

  • souverän und mit weniger Emotionalität auf Trigger reagieren.

Ein Traumapatient, der den Teufelskreis unterbricht, tut das auch für seine Nachkommen. Man spricht in diesem Zusammenhang von „transgenerationaler Übertragung“. Bei psychischer Krankheit, Erfahrungen physischer oder verbaler Gewalt bzw. Missbrauch und bei Kriegs- oder Foltererfahrung treten Übertragungsphänomene in die nachfolgenden Generationen auf. Sigmund Freud beschreibt diesen Vorgang als „Gefühlserbschaft“.

Ein geschützter Rahmen

Bei der Traumatherapie geht es um die Wiedereroberung der seelischen Freiheit. Sie lernen, unbelastet in die Vergangenheit zu schauen und dabei gelassen zu bleiben. In der Therapie werden traumatische Erlebnisse verarbeitet und integriert. Seelische Wunden werden nicht mehr vererbt, sondern verbleiben in der betroffenen Generationen und werden Teil des Lebens, ohne eine Belastung zu bleiben.

Unabhängig davon, wie belastend die traumatischen Erlebnisse sind oder wie lange sie zurückliegen, geht es in der traumatherapeutischen Begleitung zunächst darum, dass Sie ein Gefühl von Stabilität, Sicherheit und Orientierung bekommen.

Traumatische Erfahrungen gehen häufig mit Scham, Unsicherheit oder dem Gefühl einher, „anders“ zu sein. In der therapeutischen Begleitung ist mir eine respektvolle, wertschätzende Haltung besonders wichtig. Sie entscheiden jederzeit selbst, was Sie teilen möchten und welche Schritte für Sie stimmig sind.

Wie ich mit Ihnen in der Traumatherapie arbeite

In meiner Praxis arbeite ich unter anderem mit traumasensiblen Methoden, die Stabilität und Sicherheit fördern.

In meiner Arbeit mit Ihnen steht zunächst die Stabilisierung und das Erleben von Sicherheit im Vordergrund. Das Tempo orientiert sich dabei stets an Ihren individuellen Möglichkeiten. Traumatherapie bedeutet nicht, belastende Erfahrungen zu erzwingen oder zu überfordern, sondern behutsam Ressourcen zu stärken und neue Handlungsspielräume zu entwickeln.

Trauma überwinden mit EMDR

Mit EMDR (Eye Movement Desensitization Reprocessing) arbeiten wir an Ihren Erinnerungen und den Auslösesituationen des Traumas. Dabei bleiben wir im Hier und Jetzt.

Die bilaterale Stimulation der Hirnhälften durch EMDR hilft Ihnen, das traumatische Erlebnis zu verarbeiten und in Ihr Leben zu integrieren. Bei dieser Form der Traumatherapie geht es nicht darum, die belastenden Erinnerungen aus dem Gedächtnis zu löschen, sondern besser damit umgehen und leben zu können.

Haben Sie ein Trauma erlebt, das Sie behandeln lassen und verarbeiten möchten?

Gerne unterstütze ich Sie bei der Überwindung von Traumatisierungen und PTBS.

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Häufige Fragen zur Traumatherapie

Muss ich über alles sprechen?
Nein. Sie bestimmen selbst, was Sie einbringen möchten. Traumatherapie kann auch ohne detailliertes Erzählen belastender Inhalte hilfreich sein.

Wie lange dauert Traumatherapie?
Das ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab. In der Therapie schauen wir gemeinsam, welcher Rahmen für Sie passend ist.

Ist Traumatherapie auch bei frühen oder lang zurückliegenden Erfahrungen sinnvoll?
Ja, gerade auch frühe oder länger zurückliegende Verletzungen können im therapeutischen Prozess behutsam berücksichtigt werden.


Sie interessieren sich für Traumatherapie mit EMDR und möchten wissen, wie ich damit arbeite?

Im folgenden Interview erhalten Sie tiefere Einblicke in die Methode und lernen Therapiebeispiele kennen.

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