Hilfe durch Psychotherapie bei psychosomatischen Beschwerden

Wenn die Seele leidet, drückt sich das nicht selten in körperlichen Beschwerden aus. Sie können von kurzer Dauer sein oder auch chronisch werden. Der Betroffene leidet beispielsweise unter Kopf- oder Rückenschmerzen, und die Ärzte finden keine organischen Ursachen. Es entsteht eine Spirale aus Schmerz, Arztbesuchen, Enttäuschungen. Man fühlt sich von den Ärzten, vielleicht auch vom Partner und Freunden, unverstanden, alleine gelassen, nicht ernst genommen. Ratlosigkeit und Verzweiflung machen sich breit.

 

Sie wollen eine Erklärung für Ihr Leiden und die Schmerzen hinter sich lassen.

So können Sie körperlich anmutende Beschwerden mit einer Psychotherapie angehen

Mit Hilfe der Körperpsychotherapie können Sie Ihre Körperwahrnehmung erforschen. Sie lernen, wie Sie mit Ihren körperlichen Beschwerden umgehen und Ihren Alltag wieder besser bewältigen können. Sie entdecken Ihre Ressourcen und nutzen sie, um den Körper trotz Beschwerden langsam wieder mehr zu belasten. Die Körperpsychotherapie hilft, den Teufelskreis aus Schmerz, übersteigerter Beobachtung der Körpergefühle und negativer Bewertung zu durchbrechen und auch, die körperlichen Prozesse selbst zu verändern.

Oft ist die Kombination der körperlichen Arbeit mit der systemischen Betrachtungsweise sinnvoll. Denn die Ursache für die Beschwerden liegt nicht selten darin, dass ein Mensch verlernt hat, "nein" zu sagen und seine Grenzen der Belastbarkeit zu beachten, wodurch er unter Stress gerät. Deshalb hilft es, das "System", in dem Sie sich bewegen, näher zu betrachten und mögliche "ungesunde" Wechselwirkungen zu erkennen. Auf diese Weise können Sie zu neuen Betrachtungsweisen und Erkenntnissen und letztlich auch zu veränderten Verhaltensweisen gelangen.


Ergänzende Informationen zu psychosomatischen Erkrankungen

Man spricht von psychosomatischen Erkrankungen, wenn sich dauerhafte seelische Belastungen im Zusammenhang mit beruflichen und privaten Konflikten in körperlichen Beschwerden ausdrücken.

Häufig steht ein Konflikt am Beginn einer psychosomatischen Störung: Beruflicher Stress mit Vorgesetzten oder ständige Überforderung durch eine zu große Arbeitsmenge,  Depressionen, finanzielle Probleme, Beziehungsprobleme mit dem Partner oder in der Familie, der Tod eines nahen Angehörigen ... all diese seelischen Krisen können auf vielfältige Weise auf den Körper einwirken. Eine der bekanntesten psychosomatischen Erkrnakungen ist Tinnitus, also das Auftreten von Geräuschen im Ohr. wie Summen, Zischen, Knacken, Brummen oder manchmal auch ein dauerhaftes Ohrenklingeln.

Mindestens 25 Prozent der deutschen Erwachsenen leiden schätzungsweise einmal in ihrem Leben oder sogar dauerhaft an psychosomatischen Beschwerden.