Psychologische Beratung für Partner von Borderline-Patienten

Sie schweben auf Wolke 7 und sind mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin überglücklich. Doch urplötzlich ändert sich alles. Ihr Partner beginnt ein unerträgliches Spiel aus Nähe und Distanz, kritisiert Sie, wertet Sie ab. Sie fangen an, an sich zu zweifeln und sind verunsichert, Sie haben Angst, etwas Falsches zu machen und den Partner zu verlieren.

 

Sie suchen eine Bewältigungs-strategie, um sich selbst nicht zu verlieren.

So kann Ihnen psychologische Begleitung beim Umgang mit Borderline in der Partnerschaft helfen

Die Körperpsychotherapie hilft Ihnen dabei, Ihre Bedürfnisse besser wahrzunehmen, den Stress zu reduzieren und zu erkennen, was Sie benötigen, um sich Ihrer selbst wieder sicher zu werden. Sie lernen loszulassen und Vertrauen in sich zu entwickeln. Sich wieder zu zentrieren und nicht beim Anderen zu verlieren. Sie merken, dass Sie doch noch Ressourcen haben und die Kraft umzudenken: Anstelle sich zu fragen, was braucht der Partner, fragen Sie sich "Was brauche ich?"



Ergänzende Informationen zur Borderline-Störung

Eine Borderline-Störung erschwert die Beziehungsgestaltung. Freunde und Partner stehen nicht selten vor Problemen, die sie sehr fordern oder auch überfordern. Die Angst vor dem Alleinsein ist das Motiv einer anhaltenden Suche nach dem Einen, nach dem richtigen Partner, der umsorgt, immer da ist, die innere Leere füllt. Die Angst zwingt sogar Menschen, eine Beziehung einzugehen, die von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, sodass sie sich dem anderen unterwerfen und alles tun, um nicht verlassen zu werden. Nicht selten drohen sie dem Partner „wenn du mich verlässt, bringe ich mich um“. Es geht so weit, dass Partner von Betroffenen im Lauf ihrer Beziehung den Kontakt zu Kollegen, Freunden sogar der Familie verlieren, weil sie Angst um den Betroffenen haben. Schuldgefühle und Selbstvorwürfe hindern sie, eigene Verabredungen zu treffen.

Die unterschiedliche Regulation von Nähe und Distanz in zwischenmenschlichen Beziehungen fällt den Borderlinern sehr schwer. Einerseits brauchen Borderliner enorme Nähe, um ihre eigene innere Leere zu füllen. Andererseits ist es gerade diese Nähe, die ihnen Angst macht. Aufgrund ihrer Lebensgeschichte bedeutet Nähe oft Selbsthingabe und Unterwerfung. Nähe  wird nicht mit Harmonie, sondern mit negativen Gefühlen und Erinnerungen assoziiert. Plötzlich wird die Nähe in der Partnerschaft zu dicht und der Betroffen muss fliehen. Ohne Grund verschwinden sie für einige Tage, treten eine Reise alleine an und fühlen sich durch Fragen oder Bitten um Erklärungen bedrängt und unter Druck gesetzt. Es kann in solchen Situationen zu heftigen Wutausbrüchen kommen.